Kapelle Selgetsweiler

St. Josef

Ursprünglich war Selgetsweiler eine Filiale der Pfarrei Pfullendorf, erscheint aber seit 1557 wiederholt bis ins 19. Jh. als Filiale von Aftholderberg, die zeitweilig von Liggersdorf aus pastoriert und 1820 dieser Pfarrei zugeschlagen wurde. Den Zehntbezug teilten sich das Heiliggeistspital Überlingen (zwei Drittel) und das Kloster Königsbronn bzw. später dessen württembergische Pflege in Pfullendorf. Nur der Kleinzehnt inner Etters stand der Pfarrei Pfullendorf zu. Die Ablösung der Zehntrechte begann erst um 1842.

SelgetsweilerEine dem hl. Josef geweihte Kapelle wurde 1874 gebaut. Das rechteckige Langhaus mit dem dreiseitigen Chor weist ein auf gleicher Höhe laufendes Satteldach auf. Über dem auf der Ostseite liegenden Eingang befindet sich ein hölzerner Reiter. Die Kapelle wurde von der Bürgerschaft errichtet und befindet sich auf einem von diesen damaligen Bürgern gemeinschaftlich erworbenen Grundstück. Mit bürgerschaftlicher Hilfe wurde 2002 auch wieder die Kapelle innen und außen saniert.