Kirche Liggersdorf

St. Cosmas und Damian

Pfarrei und Kirche in Liggersdorf sind seit 1275 belegt, das Patrozinium Kosmas und Damian erst seit 1579. Das Patronat hatte die Herrschaft Hohenfels. 1348 stiftete Konrad von Hohenfels in die Liggersdorfer Kirche einen Altar zu Ehren Marias, Johannes d.T. und Johannes Ev. Die Brüder Wolfgang und Burkhard von Jungingen vermachten 1442 der Pfarrpfründe die eine Hälfte des Großzehnten, die andere Hälfte der Kaplanei St. Johannes Ev., 1474 erneuerten sie die Dotation des Marienaltars. Der Pfarrsprengel umfasste neben Liggersdorf auch das Dorf Kalkofen und das Schloss Hohenfels. Gegen Ende des 18. Jh. wurde auch Selgetsweiler zeitweilig von Liggersdorf aus mit versehen. Eine Bruderschaft wird 1579/81 erwähnt und ist später nicht mehr belegt. 1711 wurde eine Skapulierbruderschaft gegründet.

LiggersdorfDie 1710/11 erbaute Pfarrkirche am Nordende des alten Dorfes ist eine Saalkirche mit dreiseitigem Chor, an dessen Ostseite der Turm aus dem 15. Jh. der früheren Kirche steht. Die Decke des Langhauses, 1762 von F.A. Bagnato ausgeführt und mit 1763 von Franz Josef Zürcher gemalten Fresken versehen, die Verehrung der Heiligen Kosmas und Damian darstellend, in Kartuschen die Symbole des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung. Im Chor malte 1788 A. Mesmer die Verehrung der Mutter Gottes durch die Erdteile. Die Innenausstattung stammt durchweg aus dem 18 Jh. Der 1727 errichtete Hochaltar füllt die ganze Höhe und Breite des Chores. Über dem Mittelteil schwebt das von Engelsputten gehaltene Wappen des Landkomturs F.J.A. von Reischach. Die beiden Seitenaltäre wurden 1816 errichtet. Das Mittelbild des westlichen Altars zeigt die Verkündigung Mariae, der östliche Altar den Evangelisten Johannes von Patmos. An der westlichen Langhauswand steht die marmorierte und mit vergoldeten Muschelwerksschnitzereien verzierte hölzerne Kanzel, ca. 1760 entstanden.